10 Dinge, die Du für eine Kilimandscharo-Besteigung berücksichtigen solltest

By | April 10, 2017

1.

Vorbereitung? Der Kilimandscharo zählt bergsteigerisch zu den eher leichten Bergen. Also Beruhigung aus dieser Richtung: Jeder halbwegs fitte Mensch kann dort hochkommen. Allerdings sollte man vorher schon ein paar ausgedehnte Wanderungen unternommen haben und in den Bergen gewesen sein, denn die Touren gehen beim Anstieg kontinuierlich bergauf und dauern lang.

2.

Wähle einen vertrauenswürdigen Reiseveranstalter! Am besten einen Anbieter aus Deutschland, denn dann gibt es kein böses Erwachen. Keinen Streit über nicht weitergeleitete Trekking-Permits, kein Stress wenn der Flieger Verspätung hat und der Fahrer nicht warten wollte, gut ausgebildete und auf deutsches Reisepublikum eingestellte Reisführung.

3.

Entdecke Ostafrika! Denn Ostafrika bietet mehr als nur den höchsten Berg des Kontinents. Tansania und Kenia sind berühmt für ihre artenreiche Tierwelt. Eine Safari in der Serengeti gehört zu den beeindruckendsten Erlebnissen die Ihnen Afrika bieten kann. Aber auch ein abschließender Tauchurlaub lässt sich hervorragend ins Programm einbauen. Am besten, man setzt die Kilimandscharo-Besteigung zum Ausgangspunkt einer Tansania-Rundreise. Eine umfangreiche Übersicht findet sich auf der Kilimandscharo-Seite von Intakt-Reisen.

Akklimatisation! Wem die Zeit fehlt, sich vorher zwei bis drei Wochen in den Alpen für die Höhe anzupassen, der kann das auch direkt in Tansania tun. Mit 4.565 Metern bietet sich der Nachbarberg des Kili, der Mount Meru, förmlich auf dem Serviertablett an. Und es ist nicht nur die Höhenanpassung: Der frühmorgendliche Blick vom Gipfel des Mt. Meru hinüber zu dem gewaltigen Massiv der drei Hauptgipfel des Kilimandscharo ist eine Belohnung für die Mühen des nächtlichen Aufstiegs.

5.

Nimm die lange Tour. Klar – der Kilimandscharo ist in nur 6 Tagen machbar. Allerdings ist das keine Freude für den Körper. Ein Akklimatisationstag ist dringend zu empfehlen, weshalb auch die meisten Touren über 7 Tage angelegt sind.

6.

Kleidung nach dem Zwiebelprinzip! Die Temperaturen auf dem Kilimandscharo können von fast 40 Grad unten bis nahe -20 Grad auf dem Gipfel eichen. Selbst Schnee ist möglich. Insofern hilft es, sich mit mehreren Schichten Kleidung auf den Weg zu begeben, um auf jeder Etappe dem Wetter angepasst zu begegnen.

7.

Wanderstöcke! Auch wenn Träger dabei sind und die Knie nur die Last des eigenen Körpers und des Tagesrucksacks tragen müssen: Spätestens ab dem vierten Tag, wenn die endlos langen Abstiege starten, sollte man keine Experimente wagen. Es wäre einfach zu schade, wenn einem auf den Rest der Afrika-Reise der Meniskus oder das Kreuzband zu schaffen machen.

8.

Trinken! Eigentlich selbstverständlich, aber man kann es nie oft genug sagen. Gut 3 bis besser sogar 4 Liter pro Tag sollten es schon sein. Wasser gibt es genug am Kilimandscharo. Natürlich nicht einfach so trinken, es wird von den Kochmannschaften vorher abgekocht.

9.

Geh langsam, oder wie die Guides die immer wieder sagen werden: „Pole Pole“. Nicht selten sind es gerade die sportlich ambitionierten, die ihrem Körper zu viel zumuten.

10.

Sei fair zu Deinen Begleitern. Der Kilimandscharo ist für die Afrikaner ein regelrechter Industriezweig. Die Trinkgelder – auch wenn sie sicher im Vergleich zu den sonstigen Kosten im Land unverschämt hoch erscheinen – sind oft eine wichtige Lebensgrundlage für ganze Familien, ermöglichen Ausbildung und sind so sicher die beste und ehrlichste Entwicklungshilfe, die geleistet werden kann.